Baikal-Amur-Magistrale

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Die Baikal-Amur-Magistrale ist eine Eisenbahnstrecke in Russland und führt von Taischet über Tynda nach Sowetskaja Gawan. Sie ist eine alternative Strecke zur Transsibirischen Eisenbahn, da sie im Gegensatz zu letzterer nördlich am Baikalsee vorbeiführt.

Der Streckenverlauf der BAM (grün) und der Transsib (rot)
Baikal Amur Mainline map EN OSM 20170129.svg

HintergrundBearbeiten

Der eigentliche Baubeginn war 1973, obwohl bereits in den 1930er Jahren Vorarbeiten durchgeführt wurden. Im Jahr 1984 wurde die Strecke offiziell in Betrieb genommen und ab 1989 war die Strecke durchgehend befahrbar.

VorbereitungBearbeiten

Für mehrtägige Fahrten sollte man auf jeden Fall ausreichend Vorräte mitbringen. Nicht jeder Zug hat einen Speisewagen und beim Provodnik (Schlafwagenschaffner) gibt es allenfalls 3-Minuten-Terrinen oder Kartoffelbrei aus der Packung zum Anrühren mit heißem Wasser.

AnreiseBearbeiten

Entweder mit der allgemeinen Transsibirischen bis Taischet oder nach Wladiwostok

Los geht'sBearbeiten

Die wichtigsten Städte entlang der Route:

  • Taischet (0 km, Moskauer Zeit plus 4 Stunden) - Abzweigung von der Transsibirischen Eisenbahn (4515 km ab Moskau)
  • Bratsk (339 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) - der Angara-Staudamm ist das eigentliche Highlight hier
  • Sewerobaikalsk (1063 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) am nördlichen Ende des Baikalsees
  • Tynda (2349 km, Moskauer Zeit plus 6 Stunden) - die BAM-Stadt. Von hier geht es auch weiter mit dem Zug bis Jakutsk
  • Komsomolsk am Amur (3819 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) - die letzte interessante Stadt, Verbindung zur Transsib-Hauptstrecke
  • Wanino (4283 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) Fähre nach Cholmsk auf Sachalin
  • Sowetskaja Gawan (4309 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) - der triste Endpunkt der BAM

Die 3500 km zwischen Bratsk und Komsomolsk bilden die eigentliche BAM. Die meisten der Orte waren vor dem Bau der Bahn allenfalls Dörfer oder wurden nur für diese und dem Abbau der sibirischen Bodenschätze aus dem Boden gestampft. Freiwillige und oft auch Komsomol-Jugendgruppen wurden aus den einzelnen Republiken angeworben und bestimmten Regionen zugewiesen. Die dort neu gebauten Ortschaften wurden dann in vielen Aspekten nach den heimatlichen Vorbildern angelegt. So wirkt z. B. das 1976 gegründete Nowy Uojan (km 1242) sehr lettisch. Im Kulturzentrum vom Sewerobaikalsk gibt es eine Ausstellung, in der man die Hintergründe erfährt. Zu sehen ist entlang der Strecke vor allem unberührte Taiga unterbrochen von monströser Schwerindustrie wie bei Bratsk.

SicherheitBearbeiten

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Grützmacher, Johannes; Baikal-Amur-Magistrale: vom stalinistischen Lager zum Mobilisierungsprojekt unter Brežnev; München 2012; [Zugl.: Tübingen, Univ., Diss., 2010]
  • Rolin, Olivier; Baikal - Amur: ein Reisebericht; [München] : Liebeskind, [2018]; Frz. Orig: Baïkal-Amour; Paris 2017
  • Urbansky, Sören; An den Ufern des Amur: die vergessene Welt zwischen China und Russland; München 2021; ISBN 9783406768521

WeblinksBearbeiten

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