Delhi

Stadt im Norden Indiens
Delhi
Einwohner26.495.000 (2016)
Webseitedelhi.gov.in

Delhi ist nicht irgendeine Stadt in Indien, sondern die indische Hauptstadt. Genau genommen besteht das National Capital Territory aus drei Städten: Delhi, die alte Mogulstadt; New Delhi, 1920 von den britischen Kolonialherren angelegt, und Delhi Cantonment. Landläufig wird all dies unter Delhi oder Greater Capital Area zusammengefasst. Die gesamte Greater Capital Area steht unter Verwaltung der Zentralregierung, gehört also zu keinem Bundesstaat. Einige der Vororte liegen bereits in den Nachbarstaaten Haryana und Uttar Pradesh, sind aber städtebaulich noch Delhi zugerechnet.

StadtteileBearbeiten

Die Stadt wird administrativ in elf Bezirke untergliedert. Touristisch von Interesse sind allerdings nur wenige:

 
Gliederung von Delhi (11 Bezirke)
Rotes Fort, Raj Ghat, Jama Masjid
Parlamentsgebäude, India Gate, Nationalmuseum, Jantar Mantar, Lakshmi Narajan-Tempel
Qutb Minar
Akshardham-Tempel
Humayun-Mausoleum, Lotustempel der Bahá'í, Purana Qila, Nizamuddin Dargah

HintergrundBearbeiten

KlimaBearbeiten

Delhi Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 21 23 31 36 41 39 36 34 34 34 30 23 Ø 31.8
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 7 9 14 21 26 28 27 26 24 19 11 8 Ø 18.3
Regentage im Monat 2 2 1 1 2 4 8 8 4 1 0 1 Σ 34
Sonnenscheindauer pro Tag 8 9 10 9 10 8 7 6 8 9 9 7 Ø 8.3
https://klima.org/indien/klima-delhi/ klima.org / Klima / Asien / Indien / Delhi

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

 
Indira Gandhi International Airport
1 Indira Gandhi International Airport (इंदिरा गांधी अन्तर्राष्ट्रीय विमानक्षेत्र, IATA: DEL) (Metrostation: IGI Airport; Terminal 1–IGI Airport). Tel.: +91 (0)11 6123 45 67, E-Mail: .           . Internationaler Flughafen von Delhi.

Der Indira Gandhi International Airport liegt im Südwesten der Stadt. Da fast alle Flüge aus Europa zwischen 0 und 5 Uhr nachts ankommen, kann es dementsprechend recht lange dauern, alle Einreiseformalitäten zu durchlaufen. Wer glücklich ist, wird danach am Ausgang abgeholt, andere müssen mit einem Taxi oder einer Rikscha den Weg antreten. Die Fahrt sollte mit einer Motorrikscha zwischen ₹ 150 und 200 kosten, dabei ist es nicht ratsam, auf das Einschalten des Taxameters zu bestehen, falls man sich in Delhi nicht extrem gut auskennt.

Wegen der späten Nachtstunde der Ankunft ist es ratsam, ein Hotelzimmer vorher zu reservieren. Die Taxi-/Rikschafahrer werden dann in der Regel behaupten, das Hotel sei abgebrannt, überbucht, oder von Aufständischen angegriffen worden. Das zielt darauf ab, die Reisenden in andere Hotels zu locken, wo die Taxifahrer Provision bekommen. Diese Provision wird dann direkt auf den Zimmerpreis aufgeschlagen. Da hilft es, wenn man sehr strikt und konsequent ist und erklärt, dass man nirgends anders hin will als zur angegebenen Adresse. Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, ist die Prepaid-Taxi Booth im Inneren des Flughafengebäudes, wo man eine Taxifahrt zu einem festgesetzten Preis und Ziel erstehen kann.

Mit der BahnBearbeiten

 
Ankunftstafel der New Delhi Rly. Stn.

Bahnhöfe der Kategorie A-1:

  • 2 Old Delhi Railway Station (दिल्ली जंक्शन रेलवे स्टेशन, Delhi Junction) (Metrostation: Chandni Chowk).     .
  • 3 New Delhi Railway Station (नई दिल्ली रेलवे स्टेशन) (Metrostation: New Delhi).     .
  • 4 Hazrat Nizamuddin Railway Station (हजरत निजामुद्दीन रेलवे स्टेशन) (Metrostation: Hazrat Nizamuddin).     .
  • 5 Anand Vihar Terminal Railway Station (आनंद विहार टर्मिनल रेलवे स्टेशन) (Metrostation: Anand Vihar).     .

Bahnhöfe der Kategorie A:

  • 6 Delhi Sarai Rohilla Railway Station (दिल्ली सराय रोहिल्ला रेलवे स्टेशन) (Metrostation: Shastri Nagar).     .
  • 7 Delhi Cantonment Railway Station (दिल्ली कैन्टोनमैंट रेलवे स्टेशन) (Metrostation: Delhi Cantonment).   .

Es gibt in Delhi vier Bahnhöfe, die recht weit voneinander entfernt liegen: Old Delhi Railway Station, New Delhi Railway Station, Nizamuddin Station und Sahai Rohilla. Vor Reiseantritt also darüber informieren und die Wegstrecke zeitlich einplanen. Tickets können direkt im Bahnhof gebucht werden, normalerweise wird man vorher aber von Touts abgefangen, die behaupten, der einzige/ offizielle Ticketschalter wäre ihr Reisebüro. Oft steht es sogar auf den Geschäftsschildern, man sollte sich aber nicht davon beirren lassen, da sich der wirkliche Schalter im Bahnhof befindet. Tickets können hier auch mit Dollar bezahlt werden.

Mit dem BusBearbeiten

 
Interstate Bus Terminal (ISBT)
  • 8 Kashmere Gate ISBT (महाराणा प्रताप अन्तर्राज्यीय बस अड्डा, Maharana Pratap Interstate Bus Terminal) (Metrostation: Kashmere Gate). Tel.: +91 (0)11 23 86 02 90, +91 (0)11 65 16 02 90.   . bedeutendster Überlandbusbahnhof in Delhi.
  • 9 Anand Vihar ISBT (स्वामी विवेकानंद अंतर्राज्यीय बस अड्डा, Swami Vivekanand Interstate Bus Terminal) (Metrostation: Anand Vihar). Tel.: +91 (0)11 22 14 90 89, +91 (0)11 22 14 80 97.   . Überlandbusbahnhof in East Delhi.
  • 10 Sarai Kale Khan ISBT (वीर हकीकत राय अन्तर्राज्यीय बस अड्डा, दिल्ली, Veer Hakikat Rai Interstate Bus Terminal) (Metrostation: Hazrat Nizamuddin). Tel.: +91 (0)11 24 35 83 43.   . Überlandbusbahnhof in South Delhi.

Viele Busse aus Himachal Pradesh, Rajasthan, Haryana und weiteren Bundesstaaten erreichen Delhi am Busbahnhof Kashmere Gate.

Auf der StraßeBearbeiten

Delhi ist bestens an das indische Straßennetz angebunden und auf Fernstraßen aus allen Richtungen zu erreichen. Dazu zählen die fünf National Highways   NH 1 (Attari-Delhi),   NH 2 (Kolkata-Delhi),   NH 8 (Mumbai-Delhi),   NH 10 (Fazilka-Delhi) und   NH 24 (Lucknow-Delhi) sowie die Mautautobahnen Delhi-Gurugram Expressway, Delhi Noida Direct Flyway (DND Flyway) und Delhi Faridabad Skyway (Badarpur Tollway).

In Delhi ist es möglich, sich für mehrere Tage bis hin zu Wochen ein Auto mit Fahrer zu mieten. Dies kann in staatlich geprüften Tourismusinformationszentren gemacht werden. Auf diesem Weg können Autotouren in Delhi, aber auch nach anderen Städten und Rundreisen durch verschiedene Bundesstaaten gemietet werden. Der Maximalpreis für eine 2-wöchige Tour sollte bei nicht mehr als 400 Dollar pro Person liegen. Dieser Preis ist allerdings schon sehr hoch angesetzt und es muss daran gedacht werden, nach der Tour ein obligatorisches Trinkgeld von 10 % für den Fahrer zu veranschlagen.

MobilitätBearbeiten

MetroBearbeiten

 
Linienplan der Metro (2020)
  Automation auf indisch
Um die Automaten für alle nutzbar zu machen - inklusive der Touristen aus aller Welt und der Zuwanderer, die weder Hindi noch Englisch, sondern eine der zahlreichen anderen indischen Sprachen sprechen - sitzt neben jedem Automaten ein Bediener. Wer Probleme mit der Automatenbedienung hat, nennt diesem sein Fahrtziel, gibt ihm seinen Geldschein, und er wechselt das Geld (in der Hand hält er einen Stapel Geldscheine), drückt die korrekten Tasten am Automaten und händigt Wechselgeld und Token aus. Eine wahrlich indische Lösung!
 
Strassenszene in Old Delhi, Nähe Jama Masjid.
 
Karte von Delhi

Delhi verfügt über eine moderne Metro      . Die erste Linie wurde 2002 eröffnet. Heute stehen neun Linien mit über 280 Metrostationen zur Verfügung. Die Metro ist teils als U-Bahn, teils als Hochbahn realisiert. Jeder Linie ist eine Farbe zugeordnet, so daß auch Devanagari-unkundige Touristen und Analphabeten sich zurechtfinden können. Die Informationssysteme sind ganz überwiegend zweisprachig (Hindi und Englisch). Betriebszeiten sind ca. von 6 h bis 23 h.

Eine Fahrt kostet je nach Entfernung zwischen ₹ 10 und 70 (Stand: 2020). Kinder unter 90 cm Körpergröße in Begleitung eines Erwachsenen fahren kostenlos. Für ₹ 70 (~ ca. € 0,85) fährt man mehr als 50 km und ist länger als eine Stunde mit der Metro unterwegs. Gelegenheitsnutzer können in jeder Metrostation am Automaten oder am Schalter ein Token ("Chip") für eine Einzelfahrt kaufen, mit denen sie nach dem obligatorischen Sicherheitscheck (Taschendurchleuchtung und Metalldetektoren) die Eingangssperren zur Metrostation passieren können. Nach der Fahrt kann man nach Einwurf des Token in die Ausgangssperre die Metrostation verlassen. Wer länger als ein oder zwei Tage in Delhi bleibt, sollte für ₹ 150 eine wiederaufladbare Smart Card im customer care center der nächsten Metrostation kaufen. Davon sind ₹ 50 Pfand (₹ 30 werden bei Rückgabe der Karte erstattet), ₹ 100 können für Fahrten genutzt werden. Das ist komfortabler als der ständige Tokenkauf (mit Warteschlange) und eröffnet um 10-20 % rabattierte Fahrpreise. Neben der regulären smart card gibt es eine spezielle Tourist Card für unbegrenzte Fahrten an einem Tag (₹ 200) bzw. an drei Tagen (₹ 500). Ob sich das gegenüber der regulären smart card lohnt, ist ein Rechenexempel. Bei Rückgabe der Tourist Card werden ₹ 50 erstattet.

In jedem Waggon gibt es neben den allgemeinen Sitzplätzen getrennt gekennzeichnete Sitzplätze für Senioren (ab 60 J.), für Frauen und für "differently abled" Fahrgäste. Wer nicht zur jeweiligen Gruppe zählt, muss den Sitz ggf. räumen. Daneben gibt es noch Sitze, die man salomonisch denen überlassen soll, die ihn nötiger haben als man selbst. Außerdem gibt es für Frauen einen eigenen Waggon am Anfang bzw. am Ende des Zuges (siehe Hinweistafeln auf dem Bahnsteig). Männern, die dort einsteigen, droht ein Bußgeld von ₹ 250. In der Rush hour empfiehlt sich die Nutzung dieses speziellen Waggons, außerhalb der Rush hour fahren Frauen auch in den anderen Waggons problemlos. In der Rush hour fahren auch Männer besser in den peripheren Waggons, da diese weniger voll sind als die teilweise extrem überfüllten mittleren Waggons. So bietet man auch Taschendieben schlechtere Chancen.

Das britische Erbe zeigt sich in der Metro darin, dass für die Fußgängerströme in Gängen, auf Treppen und Rolltreppen sowie auf den Verbindungswegen in Umsteigestationen Linksverkehr gilt. Also bitte links stehen und schleichen und rechts überholen!

Für Smartphonenutzer ist die App Delhi Metro Rail empfehlenswert. Damit kann man die nächstgelegene Metrostation finden, die Route von Station A nach Station B suchen, Entfernung, Preis und Fahrzeit erkunden, den richtigen Bahnsteig und später den richtigen Ausgang finden, Informationen zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung lesen und Vieles mehr. Internetempfang ist im gesamten Metronetz - auch in den U-Bahn-Bereichen - kein Problem.

Delhis „Vororte“

Die Millionenstadt 1 Gurugram        südwestlich von Delhi wird von ca. 6-22 h im 4-Minutentakt durch die Hochbahn Rapid Metro Gurgaon      erschlossen. Am der Station 11 Sikanderpur    ist sie mit der gelben Linie verknüpft. Obwohl Metro Delhi ebenfalls der Betreiber ist, gelten andere Tarife (₹ 20 bzw. ₹ 35/Fahrt). Auf gut 11 km gibt es 11 Halte.

Die Zwillings-Großstädte 2 Noida        und 3 Greater Noida      südöstlich von Delhi werden von ca. 6-22 h (sonntags erst ab ca. 8 h) im 10-15-Minutentakt von der Hochbahn Noida Metro      bedient. Die einzige Linie hat 21 Stationen auf knapp 30 km und nähert sich der blauen Linie bis auf 400 m, was auf Netzplänen gerne als Übergang (12 Sector-51   /13 Sector-52   ) dargestellt wird.

BusseBearbeiten

Über 90% der Buslinien werden von der Delhi Transport Corporation    betrieben. In Delhi gibt es über 800 Buslinien (Auswahl), aber kaum veröffentlichte Netz- oder Fahrpläne. Das Fahrtziel ist außen auf dem Bus angeschrieben (leider nur in Devanagari, nicht in Englisch) und wird vom Schaffner im Hindi-Singsang ausgerufen. Nur mit Hilfe von Einheimischen oder zum Teil einer App wie Poochh-O ist es Touristen daher möglich, diesen Teil des öffentlichen Nahverkehrs zu nutzen. Der Fahrpreis ist entfernungsabhängig (₹ 5-15, in klimatisierten Bussen ₹ 10-25). Eine Tageskarte "Green Card" kostet ₹ 40 non-AC/₹ 50 AC. Offizielle Bushaltestellen sind am charakteristischen Unterstand erkennbar. Mit 102 km Fahrstrecke rund um Delhi ist die Outer Mudrika-Buslinie (OMS) die längste Buslinie in Delhi.

Ebenfalls feste Linien fahren eine Reihe von Autorikschas. Der Preis ist geringer als in individuell gecharterten Rikschas, dafür teilt man sich die Sitzplätze mit anderen Fahrgästen, die das gleiche Fahrtziel haben. Wie oft in Indien kann es voll werden. Auch hier ist man auf Hilfe von Einheimischen angewiesen, um die gewünschte Linie und den Fahrpreis herauszufinden.

Taxis, Rikschas und BikesBearbeiten

Während man in den D-A-CH-Ländern nur vierrädrige Gefährte zur Personenbeförderung kennt, hat man in Delhi die Auswahl zwischen vier Rädern (Taxis), drei Rädern (Autorikschas) und zwei Rädern (Bikes). Der Preis steigt mit der Anzahl der Räder (und somit dem Komfort), ist aber generell Verhandlungssache. Die offiziell vorgeschriebenen Taxameter in Taxis und Rikschas kommen in der Praxis nicht zum Einsatz. Um keine Mondpreise zahlen zu müssen (die Fahrer haben einen Riecher für unerfahrene Neuankömmlinge), empfiehlt sich die Nutzung von Apps wie Poochh-O, Ola, Uber oder Rapido, zumindest zur Preisverhandlung. Bezahlt wird am Ende der Fahrt. Wurde die Fahrt über eine App vermittelt, bewertet man sich im Anschluss gegenseitig.

Es empfiehlt sich, genügend Kleingeld in der Tasche zu haben, da manche Fahrer aus Prinzip nicht wechseln können. Zur Rushhour kann es passieren, dass Fahrer über eine App eine Fahrt übernehmen, dann aber eine andere direkt verhandelte Fahrt vorziehen. Ärgerlich, aber man sollte sich klarmachen, dass Uber & Co. teils heftige Provisionen kassieren, die den Gewinn des Fahrers schmälern.

An touristisch frequentierten Rikschaplätzen verhandelt man nicht mit den Fahrern direkt, sondern mit einem von den Fahrern beauftragten Mittelsmann, der gut Englisch spricht, die Touristen zur Rikschanutzung animiert, Preis und Leistungen verhandelt und die Fahrten dann auf die Fahrer verteilt.

Biketaxis sind schnell, da sie jede Lücke im hauptstädtischen Verkehrswahnsinn nutzen können, erfordern aber das größte Vertrauen in den Fahrer und gute Nerven. Nicht alle Fahrer bringen einen Helm für den Fahrgast mit.

Seit einem Supreme Court-Urteil von 1998 wurde der gesamte öffentliche Nahverkehr zwecks Luftreinhaltung auf CNG (komprimiertes Erdgas) umgestellt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Rotes Fort
 
Humayun-Mausoleum
 
Lotus-Tempel
 
Qutb Minar

Religiöse Stätten der Hindus, Muslime, Sikhs und Baha’i werden barfuß betreten. Oft gibt es nahebei ein Schuhdepot, wo man seine Schuhe kostenlos deponieren kann (gegen Marke). Wer es den Indern nicht gleich tun möchte, kann Strümpfe tragen. In Sikh-Gurdwaras muß zudem der Kopf bedeckt werden. Oft werden am Zugang Tücher dafür zur Verfügung gestellt.

In einigen Tempeln empfiehlt es sich, keine Kleidungsstücke zu tragen, die Leder oder sonstige tierische Produkte (Fell) enthalten. Auch keine Ledergürtel!

  • 1 Rotes Fort (लाल किला, Lal Qila) (Metrostation: Chandni Chowk).     . Weltkulturerbe: Imposante Festungs- und Palastanlage in Mogul-Architektur, 1638-1648 erbaut vom Mogulkaiser Shah Jahan. Die dicken, roten Sandsteinmauern mit Türmen und Zinnen sind von einem Burggraben umgeben. Geöffnet: Dienstag - Sonntag 8-21 h. Preis: Eintritt: ₹ 600 (Museum +  ₹ 350, online  ₹ 550, Museum +  ₹ 320)).  
  • 2 Humayun-Mausoleum (हुमायूँ का मकबरा).     . Weltkulturerbe: Grabmal des Mogul-Kaisers Humayun (16. Jahrhundert) inmitten eines nach persischem Vorbild angelegten Gartens. Preis: Eintritt: ₹ 600.  
  • 3 Qutb Minar (कुतुब परिसर).     . Weltkulturerbe: Siegessäule (Turm, 1193) des ersten muslimischen Herrschers in Delhi. Geöffnet: täglich. Preis: Eintritt: ₹ 600.  
  • 4 Jama Masjid (जामा मस्जिद).     . Eine der größten Moscheen Indiens. Preis: Eintritt frei, aber obligatorische Fotogebühr von ₹ 300 (Smartphone!).
  • 5 Raj Ghat (राजघाट समाधि परिसर).     . Gedenkstätte für den Vater der Nation, Mahatma Gandhi.
  • 6 Jantar Mantar (जंतर मंतर).     . Eine der fünf Sternwarten des Jai Singh II (1699–1743) Preis: Eintritt: ₹ 300.
  • 7 Purana Qila (पुराना किला).     . Festungsanlage. Preis: Eintritt: ₹ 300.
  • 8 Safdarjung Mausoleum (सफदरजंग का मकबरा).     . Grabmal des Safdarjung inmitten eines weitläufigen Parks. Preis: Eintritt: ₹ 300.
  • 9 Lodi-Gärten (लोधी उद्यान).     . Grabstätten der Sayyid- und Lodi Herrscher-Dynastien. Preis: Eintritt frei.
  • 10 Lakshmi Narajan Tempel (लक्ष्मी नारायण मंदिर, Birla Mandir), Mandir Marg, Near, Gole Market, New Delhi, Delhi 110001, Indien. Tel.: +91 11 23363637.     . Einer der wenigen typisch nordindischen Hindu-Tempelbauten Delhis, erbaut in den 1930er Jahren, eingeweiht durch Mahatma Gandhi mit der Maßgabe, offen für Mitglieder aller Kasten einschließlich der Unberührbaren zu sein. Geöffnet: täglich 7-12+14-21 h. Preis: Eintritt frei.
  • 11 Lotus-Tempel (कमल मंदिर).      . Spektakulärer Baha’i-Tempel in Lotusform. Geöffnet: Dienstag-Sonntag 9-17.30 h. Preis: Eintritt frei.
  • 12 Nizamuddin Dargah (दरगाह हज़रत निज़ामुद्दीन).     . Schrein über dem Grab des Sufi-Heiligen Hazrat Nizamuddin (1238–1325) im muslimischen Viertel.
  • 13 Nationalmuseum (राष्ट्रीय पुरातात्विक संग्रहालय, नई दिल्ली).     . Das 'schönste' Museum des Landes hat unglaublich vielfältige Kulturschätze aus mehr als 5000 Jahren zu bieten, allerdings sind die Erläuterungen dazu äußerst spärlich bis gar nicht vorhanden. Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10-18 h. Preis: Eintritt: ₹ 650 (inkl. 75 min Audioguide in Deutsch).
  • 14 Akshardham-Tempel (अक्षरधाम मंदिर, दिल्ली, Swami Narayana Akshardham Mandir), National Highway 24, near Noida More, New Delhi, Delhi, 10092 (Metrostation: Akshardham). Tel.: +91-11-4344 2344, E-Mail: .     . 2005 eröffneter, einem Sozialreformer des 18. Jahrhunderts gewidmeter, Hindu-Tempelkomplex im historischen Stil mit 3D-Panoramen, Multimedia, Infotainment und allabendlicher Wassershow. Geöffnet: Dienstag - Sonntag 9.30-20 h. Preis: Eintritt: Tempel frei, Ausstellungen: ₹ 220, Wassershow: ₹ 80.
  • 15 Old Delhi (पुरानी दिल्ली).     . Stadtteil mit verwinkelten Altstadtgassen voller kleiner Geschäfte und Märkte.
  • 1 Pahar Ganj (पहाड़ गंज).  . Basar-Viertel mit unzähligen Hotels.

AktivitätenBearbeiten

 
Schlangenbeschwörer in Delhi

EinkaufenBearbeiten

 
Bazar in Delhi

Delhi ist ein wahres Einkaufsparadies, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt. An fast allen Straßenständen ist verhandeln ein wichtiger Teil des Geschäfts, es sei denn, die Preise sind ausdrücklich als "fixed prices" deklariert. Sogar in größeren Läden oder Kaufhäusern kann man manchmal über den Preis verhandeln. Mit einem freundlichen Lächeln hat man meistens mehr Erfolg. Die meisten Geschäfte sind von ca. 10 bis ca. 20 Uhr geöffnet, überwiegend auch sonntags.

Große Einkaufsmeilen in Delhi sind 4 Pahar Ganj  , 5 Chandni Chowk      in Old Delhi, 6 Connaught Place      und 7 South Extension   . Asiens größter, seit dem 17. Jahrhundert existierender Markt für Gewürze ist 2 Khari Baoli      . Neben Gewürzen werden dort Kräuter, Nüsse und andere Lebensmittel wie Reis und Tee gehandelt.

Die abgeschlossenen Kolonien und Stadtteile haben jeweils einen eigenen Markt, auf dem man sich mit Dingen für den täglichen Bedarf eindecken kann. Wenn man des Feilschens müde ist, bieten staatlich geführte Warenhäuser mit Festpreisen wie Central Cottage Emporium in der Nähe vom Connaught Circus eine erholsame Abwechslung. Beim Verhandeln lässt sich aber oft ein besserer Preis erzielen.

3 Dilli Haat      (Metro: Dilli Haat/INA, Gate 5), von Behörden initiiert, ist einem Dorfmarkt grob nachempfunden. Man zahlt ₹ 100 Eintritt und bekommt dafür zweiwöchentlich wechselnde Kunsthandwerker aus verschiedenen indischen Regionen an open air Marktständen und oft auch kulturelle Veranstaltungen. Hier kann man diverse Souvenirs einkaufen und hinterher an den Ständen die verschiedenen lokalen Küchen Indiens kosten. Aufgrund des Eintritts fehlt aber das Flair indischer Märkte, und mancher Händler verlangt Phantasiepreise von den Touristen. Vorsicht: "Delhi Haat" ist nicht "Dilli Haat", sondern ein Laden, der Fahrern Provision zahlt, die Touristen dorthin fahren statt zum gewünschten open air-Handwerkermarkt. "Echte" Ableger des Dilli Haat (INA) sind die in Pitampura und Janakpuri.

Discounter im eigentlichen Sinn wie Aldi mit breitem Sortiment sucht man in Delhi vergebens.

Wer seinen indischen Freunden etwas Europäisches kochen oder backen will oder einfach Sehnsucht nach europäischen Lebensmitteln hat, wird bei Modernbazaar fündig. Neben einem guten Dutzend über Delhi und Umgebung verteilten Läden wird auch ein Lieferdienst angeboten. So exotisch manche dieser Produkte aus indischer Sicht sind, so exotisch ist mancher Preis dafür aus europäischer Sicht.

KücheBearbeiten

 
Indisches Streetfood (Samosas)
1 Sagar Ratna, 18, Defence Colony Market, New Delhi. Tel.: +91 11 24333658, +91 11 24333440, E-Mail: . . Wer in Delhi original südindische Küche genießen möchte, sollte sich auf jeden Fall dieses saubere, meist von der indischen Mittelklasse besuchte, in der Defense Colony gelegene Restaurant nicht entgehen lassen. Geöffnet: täglich 8-22.15 h.
Mainland China, Plot No. 4, Local Shopping Centre, Masjid Moth, Greater Kailash II, New Delhi, Delhi 110048. Tel.: +91 11 29222125, +91 11 29222126, Mobil: +91 93101 49803. Es ist interessant, wie unterschiedlich die chinesische Küche dem jeweils örtlichen Gaumen und den dort vorhandenen Zutaten angepaßt werden kann. Auch wenn man nach Indien gekommen ist, um original indische Küche zu genießen, so sollte man sich dieses Upper Class Restaurant nicht entgehen lassen. Es ist mit Wartezeiten zu rechnen, wenn man nicht schon vorher einen Tisch reserviert hat.

NachtlebenBearbeiten

Es gibt zwei grosse Veranstaltungszeitschriften für Delhi: First City und Delhi Diary. Daneben gibt es zwar einige Pubs und Clubs, diese sind aber auch meist Teil eines Restaurants, was das ganze etwas merkwürdig macht, wenn man westliches Nachtleben gewohnt ist. Konzerte oder Veranstaltungen mit ausländischen Künstlern sind allerdings aufgrund der kritischen Masse der Zentralregierung von Honoratioren und Persönlichkeiten aller Art gut besucht. Da diese auch oft wenig Interesse an der eigentlichen Veranstaltung haben, gibt dies dem ganzen einen sehr offiziellen Charakter: Sehen und gesehen werden. Eine Jugendkultur im klassischen Sinne kann sich unter diesen Umständen nur bedingt entwickeln.

UnterkunftBearbeiten

LernenBearbeiten

ArbeitenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

Speziell in Delhi ist es in letzter Zeit (Stand: 2005) verstärkt zu sexuellen Übergriffen auf ausländische Frauen gekommen. Frauen sollten sich daher unter keinerlei Umständen nach ca. 21.00-22.00 Uhr allein (ohne männliche Begleitung) irgendwo auf der Straße bewegen. Auch Busse und Taxis sind nicht sicher. Am besten immer vor dem Einsteigen vor dem Taxifahrer sein Kennzeichen aufschreiben und einem Freund oder Bekannten per SMS oder Telefon Bescheid geben. Obwohl es in Delhi schon viele Frauen gibt, die den Sari gegen Jeans und Shirt getauscht haben, sieht man trotzdem noch äußerst selten bis gar keine Frauen in Shorts, Miniröcken oder Trägershirts, was sicherlich seine Gründe hat. Da man als Tourist sowieso schon auffällt, sollte man sich nicht noch zusätzlich nach indischer Anschauung aufreizend kleiden und so vielleicht mit der Kleidung ungewollt Signale aussenden, die von indischen Männern missverstanden werden können. Der Straßenverkehr stellt in der "Road Death Capital of the World" eine besondere Gefahr dar, der mit Respekt begegnet werden sollte.

GesundheitBearbeiten

 
Polizist im dichten Smog von Delhi (2007)

Delhi ist berüchtigt für die extrem hohe Luftverschmutzung. Insbesondere in den Wintermonaten von November bis Februar hängt die giftige Smogglocke dauerhaft über dem Großraum Delhi. Die relevanten Luftwerte (z.B. PM10, PM2,5) kann man beim Central Pollution Control Board abfragen. Nicht nur Reisende mit Vorerkrankungen (z.B. Asthma, Lunge, Herz) sollten vor der Reise ihren Arzt konsultieren. Zum Vergleich: Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation für PM10 liegt bei 50 µg/m³ im Tagesmittel, für PM2,5 bei 25 µg/m³ im Tagesmittel.

Neben den allgemeinen Gesundheitshinweisen für Indien gilt für Delhi ganz besonders: kein Leitungswasser trinken (wird oftmals Gästen in Restaurants und in Privatheimen zur Begrüßung angeboten), auch nicht beim Zähne putzen! Unbedenklich ist das sogenannte "RO water", d.h. Wasser, das in häuslichen Anlagen u.a. mittels Reverse Osmosis (Umkehrosmose) aufbereitet wurde.

Die Wasserqualität ist zumeist so schlecht, dass Hepatitisgefahr besteht oder Magen-Darmbeschwerden auftreten können. Ratsam ist es auch, auf unpasteurisierte Milch, Eiswürfel, unversiegelte Mineralwässer, ungekochtes Gemüse und ungeschältes Obst zu verzichten. Bei längerem Aufenthalt in Delhi ist der Kauf eines guten Wasserfilters eine gute Idee, allerdings schützt auch dieser nicht zuverlässig vor den gesundheitlich bedenklichen Folgen schlechter Wasserqualität. Als relativ sichere kulinarische Zubereitungen können aufgrund der Hitzeanwendung gelten: Dal (Linsen/Bohnengericht), Aloo Mater (Kartoffelgericht z.B. mit Erbsen) etc. Auch Tee kann zu den gesundheitlich unbedenklichen Getränken gezählt werden (d.h. aber nur mit pasteurisierter Milch), ebenso wie u.a. versiegeltes 'Kinley' Mineralwasser oder das nationale Bisleri-Mineralwasser und Fruchtgetränke wie 'Frooti'.

 
Auf liebevoll handbemalten LKW wird immer wieder zur Benutzung der Hupe aufgefordert ("Blow Horn")

Den permanenten Verkehrslärm (die Hupe ist das wichtigste Bauteil am Auto und wird ständig betätigt) kann man nicht vermeiden, höchstens mit Ohrstöpseln ein wenig dämpfen.

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Die Maharani (Gita Mehta) – Indien zur Kolonialzeit. Aus der Sicht einer zu dieser Zeit heranwachsenden Maharani. Sehr empfehlenswert.

WeblinksBearbeiten

 Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.