Sachsen ist bekannt für süße Speisen, kein anderes deutsches Bundesland steht derart für Kuchen und Torten. Das wohl berühmteste Gebäck aus Sachsen ist der Dresdner Stollen. Doch das Land bietet noch mehr kulinarische Spezialitäten, vom Lausitzer Leinöl, über die vogtländischen Karpfen zu den Wickelklößen oder dem bekannten Leipziger Allerlei. Nicht zu vergessen sind der sächsische Wein und die Leipziger Gose, einer alten Biersorte nach obergärige Brauart.

Karte von Essen und Trinken in Sachsen

GerichteBearbeiten

  • Leipziger Allerlei.   . Es ist das bekannteste Gericht aus Leipzig und ist eine Mischung aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln. Klassischerweise gehören auch Flusskrebse dazu, darauf wird heute aber oft verzichtet.
  • Sächsische Sauerbraten      Er ist im Gegensatz zum rheinischen Sauerbraten ohne Rosinen und auch nicht vom Pferd. Ein Sauerbraten ist geschmorter Braten, dessen Fleisch, durch mehrtägiges Marinieren in Essigwasser mit Gewürzen, vorbehandelt wird. Die Soße wird mit einem Gewürzkuchen (Soßenlebkuchen) gebunden, der dem Sauerbraten seine eigene Note gibt. Als Beilage gibt es Klöße und Rotkohl.
  • Wiegebraten      Er wird mit Gewiegtem zubereitet, einer Mischung aus Schweine- und Rinderhackfleisch, außerdem kommen Weißbrot, Eier und Gewürze dazu. Der Braten wird meist mit Salz- oder Bratkartoffeln und Soße serviert, oft gibt es auch Gemüse dazu. In Dresden gibt es ein Restaurant "zum Wiegebraten", dort kann man ihn probieren.
  • Leberwurst      Sie wird in Sachsen nicht nur als Brotaufstrich gegessen, sondern auch als Hauptgericht, etwa mit Pellkartoffeln oder Kartoffelbrei und Sauerkraut.
  • Tote Oma bedeutet in Sachsen Grützwurst oder Tiegelwurst, die vom Darm befreit zu einer breiigen Masse erwärmt wird und typischerweise mit Sauerkraut und Pell- oder Salzkartoffeln serviert wird.
  • Jägerschnitzel      Ist ein meist eine Zentimeter dicke Scheibe Jagdwurst oder Bierschinken, paniert und mit einer Sauce aus Tomaten mit Zwiebeln serviert. Als Beilage werden Kartoffeln, Kartoffelsalat, Kartoffelpüree, Pommes frites, Kroketten oder auch Nudeln gereicht.
  • Wellfleisch      ist gekochtes, ungepökeltes Bauchfleisch vom Schwein. Es wird gerne mit Sauerkraut und Kloß gegessen.
  • Teichlmauke, Timplmauke oder Titschlmauke, ist ein Gericht besteht aus Kartoffelbrei, gekochtem Rindfleisch mit Brühe und Sauerkraut aus dem Oberlausitzer Bergland. Auf einem tiefen Teller wird kleingeschnittenes Fleisch gegeben, außen herum wird Kartoffelbrei so angeordnet, dass in der Mitte ein Loch bleibt. Dieses Loch stellt mit Brühe aufgefüllt den Teich dar. Zuletzt wird um das Fleisch Sauerkraut gelegt.

SuppenBearbeiten

  • Kartoffelsuppe      Die sächsische Kartoffelsuppe ist eine deftige Suppe aus gequetschten Kartoffeln, Möhren, Sellerie, gewürzt mit Majoran. Häufig wird noch Wurst in die Suppe gegeben.
  • Sächsische Flecke      werden auch als Kutteln oder Piepen bezeichnet. Es handelt sich um eine mit Essig gesäuerte, leicht gebundene Suppe aus den in Streifen geschnittenen Mägen von Wiederkäuern.
  • Holunderbeersuppe    Sie ist eine Spezialität der Leineweber. Sie wird auf dem Oberlausitzer Leinewebertag in Seifhennersdorf angeboten. Aber auch Vogtland wird sie als Holundersupp gegessen.
  • 1 Suppenmuseum Neudorf, Karlsbader Str. 164, 09465 Sehmatal. Tel.: +493734216045. Über 10.000 Austellungsstücke, Küchen der Jahre 1910, 1930, 1960 und 1970. Geöffnet: täglich 11.00 - 15.00 Uhr. Preis: Erwachsene 3,50 €, 6 bis 14 Jahre 1,50 €.

KartoffelnBearbeiten

  • Wickelklöße sind eine Variante des Kartoffelkloßes. Der ausgerollte Kloßteig mit Mehl und Ei wird mit angebratenen Semmelbröseln bestreut und gewickelt. Danach wird die Rolle in Kloßgröße geschnitten und die Wickelklöße anschließend in siedendem Wasser gegart.
In Westsachsen bestehen Wickelklöße aus dem gleichen Teig wie Mehlklöße, nur wird die Teigmasse breiter ausgerollt. Der flache Kloßteig wird mit Butter bestrichen und mit angebräunten Semmelbrösel bestreut. Danach wird der Teig zusammen gerollt und in 10-15 cm große Stücke geschnitten. Diese Wickelklöße werden dann 15-20 Minuten gegart und danach gerne zu Sauerbraten oder Rouladen serviert.
Im Erzgebirge werden zunächst Kartoffeln in der Schale gekocht und erst erkaltet geschält. Die geriebenen oder durchgepresste Kartoffeln werden mit Ei und Mehl zu einem Teig geknetet und mit Salz und Muskat gewürzt. Der Teig wird bleistiftdünn ausgerollt, wie schon beschrieben mit Butter und Semmelbrösel bestrichen und dann gerollt. Schließlich in Stücke geschnitten, die Enden werden zusammengedrückt und danach gegart. Gegessen werden die Wickelklöße zu Schmorgerichten wie Gulasch oder auch Kaninchenbraten.
  • Stubberle, oder Stupperle ist eine Variante der Kartoffelklöße in der Oberlausitz
  • Als Bambes werden im Vogtland die Kartoffelpuffer bezeichnet.
  • Fratzen.   . sind eine Art von Kartoffelpuffern aus dem Erzgebirge. Es werden rohe oder gekochte Kartoffeln gerieben, und ohne weitere Zutaten als handtellergroße Fladen von beiden Seiten angebraten. Bestehen sie nur aus rohen Kartoffeln werden sie Griene Fratzn genannt.
  • Klitscher.   . sind eine weitere Art von Kartoffelpuffern aus dem Erzgebirge. Der Teig enthält Ei und außerdem können Zwiebeln, Quark, Buttermilch, Sauerkraut oder Kümmel zugegeben werden. Sie werden oft mit süßen Beilagen, aber auch mit Feldsalat (erzgeb: Rawinzeln) gegessen. Mit gekochten Kartoffeln heißen sie Goldene Klitscher, mit rohen Kartoffeln Grüne Klitscher. Enthalten sie Sauerkraut, nennt man sie Saure Klitscher.
  • Rauchemaad.   . sind eine weitere Art von Kartoffelpuffern aus dem Erzgebirge wo nur gekochte Kartoffeln verwendet werden. Der Teig wird daumendick in eine Pfanne gedrückt und nur auf einer Seite angebraten. Sie werden mit Zucker bestreut, warm gegessen. Als Beilage gibt es Apfelmus oder Beerenkompott.
  • Latschen sind eine weitere Art von Kartoffelpuffern aus dem Erzgebirge
  • Getzen.     . , oder Buttermilchgetzen sind ein traditionelles Gericht aus dem Erzgebirge. Sie bestehen aus geriebenen rohen Kartoffeln, Buttermilch, Speck- und Zwiebelwürfeln, werden mit Pfeffer oder Kümmel gewürzt und manchmal mit Speck oder gebratenen Bratwurststücken belegt und mit Leinöl in einer Pfanne im Rohr gebacken. Dazu wird meist Beerenkompott gereicht.

Käse und MilchprodukteBearbeiten

Trotz verbreiteter Weidehaltung von Milchvieh sind Käsereien in Sachsen nur selten zu finden.

  • 1 Rößler-Hof, Obere Hauptstraße 61, 09235 Burkhardtsdorf.
  • 2 Hofkäserei Fritzsch, Annaberger Str. 158, 09474 Crottendorf.
  • 4 Käsemanufaktur Falkenhain, Karl-Marx-Straße 90, 04808 Lossatal, Germany.
  • 5 Käserei Lehmann, Breitenfelder Str. 39, 04155 Leipzig, Germany. Einer der letzten Produzenten eines besonderen Blauschimmel-Magermilchkäses (Der Blaue) bei dessen Reifung die Blauschimmelkulturen an der äußeren Rinde zum Einsatz kommen.
  • Schieb­böcker Käse ist ein spezieller Kochkäse aus dem Erzgebirge, der aus Harzer Käse, Sahne oder Butter, Bier, Salz, Pfeffer und Kümmel herge­stellt wird.

FischBearbeiten

ForellenBearbeiten

Sie werden häufig mehliert als Forelle Müllerin oder Blau mit Salzkartofeln oder auch geräuchert angeboten. Einige Forellenzuchtbetriebe widmen sich neben der Aufzucht von Regenbogenforellen auch der Haltung von Bachsaiblingen.

KarpfenBearbeiten

Sie werden meist Blau im Essigsud mit Wurzelgemüse und Sahnemeerrettich angeboten. An Weihnachten ist der Weihnachtskarpfen sehr beliebt.

  • Den Vogtländischer Karpfen isst man mit Rotkraut und Salzkartoffeln oder auch mit grünen Klößen. Die Soße besteht aus Möhren, Petersilienwurzel, Kohlrabi, Poree, roten Rübe, Sellerie und Brotrinde, gewürzt mit Pfefferkörnern und Lorbeerblättern. Sie wird in einem separaten Topf gekocht und dann püriert. Die gesalzenen Karpfenstücke schichtet man mit Butter in eine Kasserolle und gibt die Soße darüber. Nach einer Garzeit von 45 Minuten ist das Gericht servierfertig.

GebäckBearbeiten

Sachsen ist ein Paradies für Liebhaber süßer Speisen. Kein deutsches Bundesland steht derart für Kuchen und Torten – Gaffee un Guchn ist für viele Kaffeesachsen eine notwendige Mahlzeit.

  • Quarkkäulchen sind gebratene Klößchen aus einem Kartoffel-Quark-Teig mit Rosinen, Zucker und Zimt.
  • Eine (Dresdner) Eierschecke ist ein dreischichtiger Blechkuchen (es gibt sie aber auch als Torte – der Geschmack ist der gleiche). Erst ein dünner Boden aus Hefeteig, dann eine Quark-Pudding-Schicht in der Mitte und zuoberst eine breite Schicht lockerer Eigelbcreme. Rosinen und/oder Streuselzucker können dabei sein, gehören aber nicht unbedingt dazu. Der in Dresden geborene Schriftsteller Erich Kästner schrieb darüber: „Die Eierschecke ist eine Kuchensorte, die zum Schaden der Menschheit auf dem Rest des Globus unbekannt geblieben ist.“ Das Wort Schecke hat übrigens weder etwas mit Schnecken noch mit gescheckten Tieren zu tun, sondern leitet sich wahrscheinlich von einem mittelalterlichen Kleidungsstück ab (vgl. englisch jacket), das mit einem breiten Gürtel getragen wurde und deshalb ebenfalls drei Streifen hatte.
  • Die Freiberger Eierschecke kommt im Gegensatz zur Dresdner Variante ohne Quarkschicht aus (der Legende nach wurde sie entwickelt, als der gesamte in der Stadt verfügbare Quark zum Bau oder zur Ausbesserung der Freiberger Stadtmauer eingesetzt werden musste). Die süße Eicreme mit Rosinen kommt also direkt auf den Boden.
  • 1 Bäckerei Schmieder, Erbische Str. 8, 09599 Freiberg.
  • 2 Bäckerei Auerbach, Humboldtpl. 1, 09599 Freiberg.
  • Prasselkuchen ist eine weitere regionale Kuchenspezialität aus Sachsen und Schlesien. Er besteht aus Blätterteig, der glasiert und mit Konfitüre bestrichen sowie mit einer dicken Schicht Streusel bedeckt wird. Es gibt verschiedene Varianten, unter anderem mit Obst, Zuckerguss, Schokoladenglasur oder Zimtzucker.
  • Eine Leipziger Lerche ist ein kleiner Mürbeteigkuchen, der mit Marzipan gefüllt ist. Sie erinnert von der Form an herzhafte Pasteten mit echtem Lerchenfleisch, die früher zu Festtagen serviert wurden. Die Jagd auf die Singvögel wurde aber 1876 verboten und so erfanden die Leipziger Konditoren einen süßen Ersatz.
  • Bei einem Leipziger Räbchen wird eine entkernten Dörrpflaume mit Marzipan gefüllt, in Bierteig gewendet und in heißem Öl ausgebacken. Die Räbchen werden in wenigen Leipziger Traditionsgaststätten, wie z. B. im Kaffeehaus Zum Arabischen Coffe Baum oder Café Kandler angeboten und dort heiß gegessen.
  • Meißner Fummel.     . ist ein ballonförmiger Hohlkörper aus sehr dünnem, einfachem Nudelteig und ist spröde und zerbrechlich. Das Feingebäck besteht aus Mehl, Wasser, Fett, Zucker und Salz, und ist geschmacklich eher dezent. Der Fummel wird zu Kaffee oder Wein gegessen. Der Sage nach, soll August der Starke den sächsischen Kurieren, die das Meißner Porzellan transportierten Fummel mitgegeben haben, um zu kontrollieren, wie vorsichtig sie geritten sind. Sind die Fummel ganz geblieben, war auch das Porzellan unversehrt.
    • In der 7 Konditorei Zieger in Meißen kann man den Meißner Fummel probieren. Ob man ihn im Stück nach Hause bringt, könnte man ausprobieren, der Fummel ist nicht versandfähig.
  • Die wohl berühmtesten Weihnachtsspezialität aus Sachsen ist der Dresdner Stollen. Als Produkt mit geschützter geographische Angabe darf er nur im Großraum Dresden hergestellt werden. Dresdner Stollen dürfen nicht in Formen gebacken werden. Auch die Zusammensetzung ist festgelegt, auf 100 Teile Mehl müssen mindestens 50 Teile Butter, 65 Teile Rosinen , 20 Teile Zitronat und/oder Orangeat sowie 15 Teile Mandeln zugegeben werden. Künstliche Konservierungsstoffe und Aromen oder auch Margarine sind nicht erlaubt. In anderen Teilen Sachsens werden aber auch Stollen (je nach Region heißt es der Stollen oder die Stolle) gebacken, die sich nur wenig vom Dresdner Original unterscheiden.
  • Pulsnitzer Pfefferkuchen.     . sind handwerklich hergestellte Lebkuchen, deren Grundteig länger vor dem Backen gereift ist. Sie werden in der Region um Pulsnitz ganzjährig angeboten, nicht nur vor Weihnachten.
Das 2 Pfefferkuchenmuseum Pulsnitz, Am Markt 3, 01896 Pulsnitz. Tel.: +49 35955 44246. zeigt die Geschichte des Pfefferkuchens, Herstellung, historische Maschinen, Ausstechformen, Model, Dosen und vieles mehr. Führung und Verkostung ab 10 Personen. Geöffnet: Di bis So 10:00 - 16:00 Uhr, 24.12. bis 01.01. geschlossen. Preis: Erwachsene 3 €, Kinder 1,50 €, unter 6 Jahren kostenlos.

SüßesBearbeiten

ZutatenBearbeiten

  • Lausitzer Leinöl ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung.
  • Erzgebirgisches Leinöl ist hingegen nicht geschützt und wird auch heute noch in traditionellen Ölmühlen handwerklich produziert.
    • 3 Ölmühle Willy Weise's Erben, Bobritzschtalstraße 131, 09627 Bobritzsch-Hilbersdorf, Germany.
    • 4 Ölmühle Dörnthal, Dörnthal 47, 09526 Olbernhau, Germany. Die älteste produzierende Ölmühle Deutschlands.
    • 5 Ölmanufaktur vom Huttenberg, Ziegeleiweg 9, 09600 Oberschöna, Germany.

Eine Sächsische Spezialität ist es, Brot oder Brötchen in Leinöl und Zucker oder Salz zu tunken, oder Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl zu essen.


Sächsischer Senf ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

  • Im 3 Bautz´ner Senfladen, Manufaktur & Museum wird die Geschichte des Bautz´ner Senf in mehreren Vitrinen gezeigt und es gibt eine Senfmühle aus dem letzten Jahrhundert. Senf probieren und kaufen kann man auch.
  • 6 Essig Schneider, Am Bahnhof 2, 01774 Klingenberg, Germany.

Nudeln aus Sachsen und ihre industrielle Fertigung aus deutschem Hartweizen und Eierteig lassen sich bestaunen im 8 Nudelmuseum Teigwaren Riesa, Merzdorfer Str. 21-25, 01591 Riesa, Germany.

GetränkeBearbeiten

BierBearbeiten

Insgesamt kann Sachsen als ein Bierland bezeichnet werden. Viele Brauereien geben Einblick in ihre Produktion und gestatten (oft nach Voranmeldung) Besichtigungen und Verkostungen vor Ort.

  • 1 Reichenbrander, Zwickauer Str. 478, 09117 Chemnitz. Privatbrauerei im Chemnitzer Westen mit Brauereigastronomie.
  • 2 Stonewood Chemnitz, Augustusburger Straße 329 ; 09127 Chemnitz. Craftbier Brauerei mit regelmässigen Bierabenden und der Möglichkeit zur Besichtigung und Versandmöglichkeit.
  • 3 Einsiedler Brauhaus, Einsiedler Hauptstraße 144 09123 Chemnitz OT Einsiedel. Erzgebirgswasser aus eigenem Brunnen; auf traditionelle Sorten der Region fokussiert. Mit angeschlossenem Getränkemarkt und Werksführungen mit Verkostung auf Anfrage. Sortenauswahl: Hell, Landbier, Schwarzbier, Zwickel, Weißbier, Pilsener, Bock, Böhmisch; saisonale Sorten: Doppelbock, Maibock, Winterbock.
  • 4 Privatbrauerei Specht, Thomas-Mann-Straße 17, 09427 Ehrenfriedersdorf.
  • 5 Freiberger
  • 7 Landskron, An der Landskronbrauerei 116, 02826 Görlitz. Handwerksbrauerei mit Besucherzentrum und täglichen Führungen.
  • 8 Ur-Krostitzer
  • 9 Leipziger Gasthaus und Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof. Leipziger Gose ist eine alte Biersorte nach obergärige Brauart, wo neben der alkoholischen Gährung noch eine bakterielle Milchsäuregärung stattfindet. Daraus ergibt sich der typischen säuerlichen Geschmack, ähnlich dem der Berliner Weiße. Eine weitere Besonderheit besteht im Zusatz von Salz und Koriander. In Leipzig wird Gose wieder nach alter Rezeptur gebraut. Das moussierende Bier kann man pur trinken, oder mit Sirup, Säften und Likören.
  • 10 Meissner Schwerter. Im angeschlossenen Brauereigasthof können die Sorten verkostet werden. Zusätzlich werden ein Werksverkauf und ein Online-Shop angeboten. Besichtigungen der Brauerei ist zu festen Terminen oder nach Anmeldung möglich. Schwerpunkt der Brauerei liegt auf heimischen Rohstoffen. Neben den hellen Sorten Urhell, Privatpils, Kellerbier und Urbräu werden die dunklen Sorten St. Afra und Rubin Lager gebraut. Saisonale Spezialitäten sind Maibock und Bennator sowie Elbsommer. Als handwerkliche Spezialitäten gelten die fassgereiften Sorten Bennator Schottenbock und Sherry Porter.
  • 12 Radeberger Brauerei. Überregional bedeutsame Industriebrauerei.
  • 13 Brauerei Rechenberg, An der Schanze 3, 09623 Rechenberg-Bienenmühle.
  • 14 Privatbrauerei Fiedler, Hauptstraße 28, 09481 Scheibenberg.
  • 15 Treuener Handwerksbrauerei Blechschmidt, Straße der Jugend 33; 08233 Treuen. Im angeschlossenen Getränkemarkt können die Sorten gekauft werden. Besichtigungen der Brauerei ist nach Anmeldung möglich. Der Schwerpunkt der Brauerei liegt auf unfiltrierten Sorten. Traditionelle Sorten sind das Treuener Pilsner, Treuener Bock, Vogtlandbräu Schwarzbier, Vogtlandbräu Spezial, Echt vogtländisches Hutzenbier. Bierfeste: Treuener Hutzentag (letztes Wochenende im Mai), Treuener Schloßfest (2. Wochenende im August).
  • 16 Wernesgrüner. Überregional bedeutsame Industriebrauerei mit Werksverkauf.
  • 17 Mauritius. Zwickauer Privatbrauerei mit solarbetriebenem Brauprozess und Gärungskohlensäure-Rückgewinnung.
  • 18 Brauerei Vielau. Mit über 100 Jahre alter Technik, Muskelkraft und Engagement wird hier die Sorten Vielauer Dunkel und Vielauer Hell hergestellt und Samstags im Siphon verkauft.
  • 19 Brauerei Zwönitz. Im angeschlossenen Brauereigasthof können die Sorten verkostet werden. Besichtigungen der Brauerei ist zu festen terminen oder nach Anmeldung möglich. Schwerpunkt der Brauerei liegt auf unfiltrierten Sorten. Traditionelle Sorten sind das Feieromd-Bier, Schwarzbier, Pilsener und Ziegenbock.

WeinBearbeiten

Das Weinbaugebiet Sachsen ist mit weniger als 500 Hektar eines der kleinsten Weinbaugebiete Deutschlands. Wobei auch Weinlagen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg dazu gezählt werden. Es zieht sich an der Elbe entlang von Pirna flussabwärts bis etwa zu den Weindörfern um Diesbar-Seußlitz. Es werden hauptsächlich weiße Rebsorten angebaut, etwas Sekt produziert, sowie wenige Flächen sind mit roten Weinsorten bepflanzt.

Der Goldriesling ist eine Weißweinsorte, die nur in Sachsen in nennenswertem Umfang angebaut wird.

Die Sachsenkeule ist eine Weinflasche mit spezieller Form, die nur im sächsischen Weinbaugebiet verwendet wird.

  • 20 Weingut Schloss Proschwitz, Heiliger Grund 2, 01665 Meißen, Germany. Ältestes privat bewirtschaftete VDP-Weingut in Sachsen.
  • 21 Weingut Schloss Wackerbarth, Wackerbarthstraße 1, 01445 Radebeul. Das Weingut stellt Sekt im Wege der klassischen Flaschengärung her, also der gleichen Methode, die auch bei Champagner zur Anwendung kommt.


Schnäpse und LiköreBearbeiten

  • Allasch Kümmellikör
  • Reudnitzer Schwarzbierlikör mit 20% Alkohol
  • Der Dresdner Stollenlikör, ist nur in der Weihnachtszeit erhältlich.

Alkoholfreie GetränkeBearbeiten

KaffeeBearbeiten

Zwar wird in Sachsen kein Kaffee angebaut. Dafür wird er aber in einer der inzwischen zahlreichen Röstereien verarbeitet und in berühmten Sächsischen Kaffeehäusern verkostet.

RöstereienBearbeiten

Diese Betriebe können meist auch besucht werden und die Produkte lassen sich vor dem Kauf ausgiebig verkosten und testen.

  • 8 Kaffeefee, Str. der Einheit 31 OT, 09337 Hohenstein-Ernstthal. Rösterei und Kaffeehaus mit Verkauf und Versand.
  • 9 Dietrichs Kaffee, Mühlstraße 7, 09661 Striegistal, Germany. Kaffeerösterei und Senfmanufaktur mit kleinem Verkostungsraum und Werksverkauf.

KaffeehäuserBearbeiten

Diese gastronomischen Betriebe besitzen oft eine sehr lange Tradition und befinden sich meist in den sächsischen Städten.

  • 10 Zum Arabischen Coffe Baum, Kleine Fleischergasse 4, 04109 Leipzig, Germany. Das wohl berühmteste sächsische Kaffeehaus in Leipzig bleibt wohl mindestens bis 2023 geschlossen.

Kulinarischer KalenderBearbeiten

Kulinarische Genüsse sind häufig saisonal. Obst und Gemüse sind schmackhafter wenn sie reif geerntet werden, auch Fleisch und Fisch unterliegen saisonalen Einflüssen. Zu jeder Jahreszeit werden Feste gefeiert, die den Genuss allgemein zum Thema haben oder bestimmte Nahrungsmittel in den Vordergrund stellen. Es gibt auch Trink- und Essgewohnheiten im Jahreslauf, die aus religiösen Traditionen, wie Fastenzeiten, entstanden sind.

JanuarBearbeiten

FebruarBearbeiten

MärzBearbeiten

  • Am dritten Sonntag im März wird in Seifhennersdorf in der Oberlausitz der Oberlausitzer Leinewebertag gefeiert, mit der Spezialität Holunderbeersuppe

AprilBearbeiten

  • Die Spargelsaison beginnt je nach Bodentemperatur Anfang bis Mitte April
  • Traditionell wird am 23. April der Tag des Bieres gefeiert, denn an diesem Tag im Jahr 1516 wurde das deutsche Reinheitsgebot proklamiert. Es gibt in vielen Orten Veranstaltungen zum Thema Bier (Deutscher Brauer Bund).

MaiBearbeiten

  • Spargelsaison

JuniBearbeiten

  • Die Spargelsaison endet am Johannistag, dem 24. Juni.
  • Von Mitte Juni bis Mitte Juli findet das Oberlausitzer Genussfestival statt. Eine Vielzahl Restaurants in der Region bieten Stupperle (Klöße) mit Speck und Sauerkraut an.

JuliBearbeiten

  • Von Mitte Juni bis Mitte Juli findet das Oberlausitzer Genussfestival statt. Eine Vielzahl Restaurants in der Region bieten Stupperle (Klöße) mit Speck und Sauerkraut an.

AugustBearbeiten

  • 2 Eurobean - Schokoladenfestival, Schokoladenmanufaktur Choco Del Sol Schloßstraße 1 09328, Lunzenau. Die internationale Schokoladenmesse Eurobean vereint Schokoladenproduzenten aus aller Welt auf Schloss Rochsburg.

SeptemberBearbeiten

  • Weinfeste werden an verschiedenen Wochenenden in den Weinanbaugebieten in Radebeul, Meißen, Coswig etc. gefeiert.

OktoberBearbeiten

  • Horstseefischen in Wermsdorf. Feierliches Abfischen der Karpfen mit Wahl der Fischkönigin. Üblicherweise am zweiten Wochenende im Oktober.

NovemberBearbeiten

4 Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt

DezemberBearbeiten

 
Dresdner Striezelmarkt
  • Im Advent wird wird seit 1434 regelmäßig auf dem Altmarkt in Dresden der Dresdner Striezelmarkt veranstaltet. Er ist bekannt für Dresdner Stollen, Pfefferkuchen und Pflaumentoffel.
  • Am Sonnabend vor dem 2. Advent findet das Dresdner Stollenfest statt. Ein etwa 4 Tonnen schwerer Riesenstollen wird gebacken und es gibt die "Stollenprozession", einem Festumzug der Dresdner Konditoren und Bäcker.

Restaurants nach AuszeichnungBearbeiten

Slowfood Genussführer-RestaurantBearbeiten

Gutshof Forstmeister Restaurant Bock Landgasthof Topfmarktscheune Restaurant Schloss Trebsen Schmiedelandhaus Kleines Vorwerk Himmel und Hölle Rosenschänke Max Enk Brasserie Ehrlich Schmidts Restaurant

Guide MichelinBearbeiten

Drei Michelin-SterneBearbeiten

Zur Zeit in Sachsen kein Restaurant.

Zwei Michelin-SterneBearbeiten

  • 11 Falco, Gerberstraße 15, 04105 Leipzig (im Hotel Westin).

Ein Michelin-SternBearbeiten

  • 12 Genuss-Atelier, Bautzner Str. 149, 01099 Dresden.
  • 13 Elements, Königsbrücker Str. 96, 01099 Dresden.
  • 14 Caroussel, Nouvelle, Bülow Palais - Caroussel, Königstraße 14, 01097 Dresden.
  • 15 Juwel, Hotel BEI SCHUMANN Bautzener Straße 74 Schirgiswalde- Kirschau, 02681 Kirschau.
  • 16 Atelier Sanssouci, Augustusweg 48, 01445 Radebeul (in Hotel Villa Sorgenfrei).
  • 17 Frieda, Menckestraße 48-50, 04155 Leipzig.
  • 18 Stadtpfeiffer, Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8, 04109 Leipzig.

Bib GourmandBearbeiten

  • 19 Tausendgüldenstube, Altmarkt 1, 08280 Aue-Bad Schlema.
  • 20 Renoir, Schönheider Str. 235, 08209 Auerbach/Vogtland.
  • 21 Villa Esche, Parkstraße 58, 09120 Chemnitz.
  • 22 Daniel, Gluckstraße 3, 01309 Dresden.
  • 23 Heiderand, Ullersdorfer Pl. 4, 01324 Dresden.
  • 24 VEN, Rampische Str. 9, 01067 Dresden.
  • 25 Tuchmacher – Schneider Stube, Peterstraße 8, 02826 Görlitz.
  • 26 Laurus, Limbacher Str. 19, 09232 Hartmannsdorf.
  • 27 Westphalenhof, Dorfaue 43, 02977 Hoyerswerda.
  • 28 Gasthof Bärwalde, Kalkreuther Str. 10A, 01471 Radeburg.
  • 29 Erbgericht Tautewalde, Hauptstraße 25 02681, Wilthen.

LiteraturBearbeiten

  • Tourismus Marketing Gesellschaft mbH: Kulinarische Touren durch Sachsens Dörfer. Saxo'Phon GmbH, 2018, ISBN 9783943444735, S. 184. Durch alle Regionen Sachsens

RezepteBearbeiten

Wer Lust hat, auch einmal zuhause Sächsische Küche zu genießen, der findet die entsprechenden Rezepte im Koch-Wiki unter Kategorie:Sächsische Küche. Viel Spaß beim Nachkochen.

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.